Wie kauft und verwahrt man Bitcoins


Bitcoin kannst du heutzutage sehr simpel über eine Exchange kaufen. Diese Plattform ähnelt einem Broker im Wertpapierbereich. Um loslegen zu können legst du bei der Exchange deiner Wahl (Empfehlungen folgen) ein Benutzerkonto an. Je nach Exchange musst du hier auch einen KYC-Prozess durchlaufen. KYC steht für Know Your Customer (dt. , kenne deinen Kunden) und entspricht sozusagen dem Legitimationsprozess bei einer Bank. Der Betreiber überprüft hier also ob du wirklich die Person bist für welche du dich ausgibst. Dieser Prozess reicht von einer simpel gestalteten Überprüfung der Handynummer (Code per SMS), über den Upload einer Ausweiskopie bis hin zu einer Videolegitimation.


Sobald du den entsprechenden Prozess durchlaufen hast kann es losgehen. In den meisten Fällen empfiehlt es sich Fiat-Geld sprich Euros auf deine Wallet zu laden. Dies funktioniert meist über eine klassische Banküberweisung (viele Exchanges unterstützen auch Echtzeitüberweisungen). Sobald das Guthaben auf deiner Wallet bei der Exchange deiner Wahl liegt, kannst du loslegen. Mit einigen wenigen Klicks kannst du Bitcoins bzw. Teiles eines Bitcoins kaufen. Anstatt einen kompletten Bitcoin kaufen zu müssen, kannst du natürlich auch nur einige wenige Satoshis (kurz sats) kaufen. Jeder Bitcoin ist in 100.000.000 sats unterteilt. Du kannst also auch 0,0001 Bitcoin kaufen, was wiederum 10.000 sats entspricht.


Zudem bieten einige Exchange-Betreiber einen monatlichen Kauf von Coins an. Dies hat mehrere Vorteile. Du achtest dadurch weniger auf den Kurs, das regelmäßige Ansparen steht im Vordergrund und du hast den Vorteil des Cost-Average-Effektes.


Oftmals gibt es auch die Möglichkeit Bitcoins direkt nach Anlage deines Kontos (und des KYC-Prozesses) zu kaufen. Meist wird hierfür die Abbuchung per Kreditkarte verwendet. Hier bitte sehr vorsichtig sein. Die Gebühren bei trades über die Kreditkarte sind oft um ein vielfaches höher als die Tradinggebühren bei bereits auf dem Wallet liegenden Geldern. In 2021 sind die Smartphone-Apps der Exchange-Betreiber so benutzerfreundlich, dass man die Nutzung dieser durchaus auch Neulingen empfehlen kann. Auch wenn eigentlich alle Anbieter am Markt auch einen Desktop-Oberfläche anbieten, ist die Nutzung über eine Smartphone-App meist intuitiver.


Am einfachsten ist es deine Bitcoins, genauer gesagt natürlich deinen private key, über eine Exchange zu verwahren. Sprich du kaufst und verwahrst deine Coins bei einem Anbieter. Vergleichbar ist dies mit einer Bank oder einem Broker wo du ein Depot besitzt für welches du Wertpapiere kaufst und darin verwahrst.


Vorteile einer Exchange: Plattformen sind bestens für Einsteiger geeignet, die Verwahrung ist zudem in der Regel kostenfrei. Der große Nachteil einer Exchange ist deren Zentralisierung. Der Betreiber der Exchange nimmt die Rolle eines Mittelmanns ein, was wiederum ein potentielles Risiko birgt. Geht der Exchange-Betreiber Pleite oder wird dieser gehackt, kann für die Kunden ein Vermögensschaden entstehen. Beispielsweise beim KuCoin Hack 2020 (Schaden 281 Millionen US-Dollar) sollen laut Betreiber aber alle Werte versichert gewesen sein, somit entstand keinem der Endkunden ein tatsächlicher Vermögensschaden. So glimpflich kommt man als Kunde einer gehackten Plattform aber nicht immer davon. Auch regulatorische oder rechtliche Gründe spielen hier eine Rolle. Sitzt die Exchange in einem wenig regulierten Land, ist oft unsicher ob die auf der Homepage angepriesenen Sicherungen tatsächlich vorhanden sind. Besteht plötzlich ein Handelsembargo mit dem entsprechenden Land, könnte es schwierig werden auf einen Account zuzugreifen.


Empfehlung: Kleinere Beträge können bedenkenlos auf einer Exchange „liegen gelassen“ werden. Aber du solltest größere Beträge immer von Exchanges abziehen und diese auf einer eigenen Wallet verwahren.


Wahl der Exchange

Um Kryptowährungen kaufen zu können benötigst du in der Regel eine Exchange. Bei der großen Auswahl dieser, werden Neulinge oft von der Vielzahl der Anbieter am Markt erschlagen. Aus diesem Grund haben wir dir hier zwei Anbieter vorgestellt.