Was Elon Musk nicht verstehen will

Am Nachmittag des 16.05.2021 setze in der Kryptowelt ein (erneutes) Beben ein. Ausgelöst wurde dieses (erneut) via Twitter von Elon Musk.


Zunächst stoppte der zweitreichste Mensch der Welt die Annahme von Bitcoin als Zahlungsmittel beim Kauf eines Tesla aufgrund des hohen Energieverbrauchs des Bitcoin-Netzwerks. Diese Problematik war Musk wenige Wochen zuvor offensichtlich noch nicht bekannt.


Auf einen Tweet von Mr. Whale welcher andeutete, dass Tesla die gekauften Bitcoins mittlerweile wieder veräußert haben könnte, antwortete er mit "tatsächlich".








Derweil wurde er nicht müde Dogecoin weiter zu pushen. Unter Anderem gab er bekannt bereits seit 2019 mit den Entwicklern von Doge zusammenzuarbeiten. Seltsam nur, dass niemand auch nur einen Doge-Entwickler kennt. Seit Jahren wird Dogecoin nicht mehr weiterentwickelt, weshalb es auch - in der vor Musk-Ära - nur als Spaßcoin angesehen wurde.


Als Musk andeutete Bitcoin sei aufgrund der Konzentration von chinesischen Minern zentralisiert, wurde die Stimmung ungemütlich. Seit längerem kursieren Gerüchte der Tesla-CEO wolle einen eigenen Coin oder Dogecoin zu einer "grünen Bitcoin Alternative" machen.


Auf Kritik reagiert er mit PayPal, was seine Expertise hervorheben sollte. Musks Firma X.com fusionierte 2000 mit PayPal. Als Gesicht der Firma wird er fälschlicherweise häufig als Gründer bezeichnet. Die Bitcoin-Twitter-Army reagierte prompt und zeigte auf, dass PayPal rein gar nichts mit Bitcoin gemein hat. Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk und ist zensurresistent. PayPal hingegen ist komplett zentralisiert (wie vermutlich jedes gewinnorientierte Unternehmen). Unter Anderem fror PayPal in der Vergangenheit die Konten von Wikileaks auf Druck der US-Regierung ein.


Die unterschiedlichen Layer

"Musk versteht den Unterschied zwischen Settlement-Layer und Transaction-Layer nicht"

Auf der Bitcoin-Blockhain können Daten für immer unveränderbar abgelegt werden. Das Netzwerk ist wie ein hochsicherer dezentraler Cloudspeicher. Banken, PayPal oder andere Zahlungsdienstleister sind etwas völlig anderes. Sowohl auf der "main chain" als auch auf der zweiten Ebene - welche auf die Bitcoin-Blockchain angedockt wird - können Transaktionen versendet werden. Auf diese Art und Weise agiert beispielsweise auch das Lightning-Netzwerk welches enorm wichtig für die Skalierung von Bitcoin werden könnte. Die Daten der zweiten Ebene "settlen" mit der main chain. Somit sorgt die Ebene 1 für Sicherheit und Ebene 2 wird z.B. für Transaktionen verwendet.


Die Situation ist unverändert

Elon Musk hin oder her - die Ausgangslage für das Bitcoin-Netzwerk ist unverändert. Weiterhin drucken die Notenbanken der Welt Geld und sind gleichzeitig gezwungen die Zinsen niedrig zu halten. Derweil beginnt die Inflation weltweit langsam anzusteigen, vor allem in der Baubranche sind horrende Preisansteige zu verzeichnen. Gleichzeitig kommen immer mehr Banken in den Kryptospace und ermöglichen es ihren Kunden zu investieren.


Wie die Bullenmärkte von 2013 und 2017 gezeigt haben, sind Kursrückschläge von über 30% keine Seltenheit. Auch wenn der Bitcoin-Kurs weite