Bärenmarkt oder Buy the Dip?


Es sind (wieder einmal) wilde Zeiten im Kryptospace. Notierte der Bitcoin-Kurs im Oktober noch bei rund 10.000 US-Dollar, sahen wir im April diesen Jahres das bisherige Allzeithoch bei knapp unter 64.000 USD. Eine Korrektur kommt daher nicht überraschend, dass diese unter anderem durch Musk und China-FUD eintrat, dürfte jedoch niemand erwartet haben.


Der Tesla-CEO welcher seinen CFO mittlerweile als „Master of Coins“ bezeichnet, hatte der Bullenrally mit seiner milliardenschweren Umschichtung vor kurzem noch mächtig Auftrieb gegeben. Die schlechten News aus China stellten sich (mal wieder) als halb so wild heraus und brachten nicht wirklich neue (gefährliche) Erkenntnisse – doch die Verunsicherung ist da und bleibt. Der Fear & Greed Index drehte zu „extremer Furcht“ - was auf eine Bodenbildung hindeutet. Sollte 30.000 oder gar 35.000 USD der Boden der Preiskorrektur sein, wäre die Entwicklung der letzten Monate bei weit über 200%, trotz Korrektur. Daher ist den Bitcoiner das Lachen längst nicht vergangen.


Wer bitte verkauft seine Bitcoins?

Die Frage welche sich derzeit viele Bitcoiner stellen, kann Dank on-chain Analysen beantwortet werden. Wer Bitcoin-Twitter verfolgt dürfte bereits eine gewisse Vorahnung haben. Nahezu ausnahmslos nutzen die Hodler (langfristig orientierte Bitcoiner) die Kurskorrektur um nachzukaufen. Dies bestätigt nun auch eine glassnode-Statistik. Wie in der folgenden Grafik zu sehen, geben derzeit die Short-Time-Hodler (STH, lila) ihre Bitcoins ab. Hierzu gehören Bitcoins welche in den vergangenen 155-Tagen gekauft wurden. Wer seine Coins länger hält zählt zu den Long-Time-Hodlern (LTH, grün). Die LTHs kaufen fleißig nach und auch die Miner stapeln fleißig ihre geschürften Bitcoins. Dies zeigt wie überzeugt die Langzeit-Bitcoiner und auch die Miner sind.

Eine kurzfristige Kursprognose lässt sich im Bitcoin-Space ohnehin niemals treffen. Daher sollte der Blick immer mittel- bzw. eher langfristig ausgerichtet sein. Die fundamentalen Daten sind weiterhin herausragend. Die Massenadaption schreitet voran und die „dreckigen“ Miner verlassen China und ziehen aufgrund des wachsenden Drucks in andere Gefilde. Dadurch wird Bitcoin „grüner“ werden und zeitgleich nimmt die Zentralisierung der Miner – eine weiterer Kritikpunkt – stark ab. Zudem lassen Gerüchte aufgrund von Stellenausschreibungen bei Apple die Hoffnung auf eine ApplePay-Integration langsam steigen. Die Liste der Bitcoin-ETF-Beantragungen bei der SEC wird immer länger und die Inflation steigt weiter an. Daher nochmals die Frage: „Wer bitte verkauft seine Bitcoins?“

 

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